Backes & Bettoni „Alle drei Tage“-Rezension

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Triggerwarnung: Gewalt, Missbrauch, Mord!

Hallo ihr Lieben! Nachdem es hier nun fast zwei Wochen still war – und das tut mir leid, bei mir war einfach ein bisschen was los – kommt endlich wieder ein neuer Beitrag! Und zwar eine Rezension über ein Buch, bei dem ich wohl sagen würde, dass es das beste und wichtigste Buch ist, dass ich dieses Jahr lesen durfte. Es geht um das Buch „Alle drei Tage – Warum Männer Frauen töten und was wir dagegen tun müssen“ von Laura Backes und Margherita Bettoni. Noch einmal ein großes Dankeschön an das Bloggerportal fürs Bereitstellen des Buchs!

Worum geht es?

Ganz grob gesagt, handelt das Buch von Femiziden. Überwiegend von Femiziden in Deutschland (von denen jährlich etwa ?? verübt werden!!), aber auch in anderen Ländern. Wie wird mit Femiziden umgegangen, wie berichten die Medien über Femizide und wie werden Femizide vor Gericht verurteilt? Es geht um die Männer, die Täter werden. Um die hinterbliebenen Familien. Und allen voran: um die Frauen, die Opfer eines Femizids werden und um die Frauen, die einen Femizidversuch überlebt haben.

Wie ist es?

Dieses Buch ist alles andere als eine leichte Lektüre. Im Gegenteil: es ist verdammt schwere Kost, und darauf sollte mensch sich einstellen. Das Lesen jeder einzelnen Seite tut weh. Ich musste manchmal kurz stoppen, einen Moment innehalten und durchatmen, bevor ich weiterlesen konnte. Und trotzdem habe ich das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen. Ich konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Dieses Buch von Backes und Bettoni ist in jeder Hinsicht unglaublich. Unglaublich erschütternd und aufwühlend. Unglaublich erschreckend und eindrucksvoll. Unglaublich schmerzhaft und heftig. Und vor allem: unglaublich wichtig und notwendig.

Ich durfte durch dieses Buch wirklich sehr viel lernen, allen voran sehr viel Neues. Es umfasst verschiedene Bereiche, beleuchtet Femizide von allen Seiten und untersucht den Kontext der hinter einem Femizid (oder Femizidversuch) steht. Dabei ist das Buch sehr klar strukturiert und liefert jede Menge (grausame) Fakten und Statistiken. Doch das Buch ist keinesfalls theoretisch! Zwischendurch finden sich nämlich die persönlichen Geschichten von Frauen, die einen Mordversuch ihres (Ex-)Partners überlebt haben. Und diese sind besonders schmerzhaft und schwer zu lesen – und einfach unbegreiflich. Aber genau deshalb ist es so unendlich wichtig, sie zu lesen! Die Geschichten dieser Frauen sind real! Femizide gibt es hier und überall. Wir müssen sie benennen, über sie sprechen, sie mit allen Mitteln bekämpfen und verhindern! Femizide sind keine Einzelfälle, sondern ein strukturelles Problem!!

Mein Fazit

Lest dieses Buch (wenn ihr könnt und es für euch nicht (re-)traumatisierend ist!). Ich kann wirklich jeder Person dieses aufrüttelnde Buch empfehlen. Das Lesen wird wehtun. Aber ein Schweigen und Wegschauen tut immer mehr weh. Für mich war es wirklich ein Privileg dieses Buch lesen zu dürfen. Ich bin den beiden Autorinnen mehr als dankbar für dieses Buch – und auch den Frauen, die ihre Geschichten so mit der Öffentlichkeit teilen. Für mich ist „Alle drei Tage“ mit Abstand eines der besten und wichtigsten Bücher des Jahres!


Weitere Informationen

Titel: Alle drei Tage

Autorinnen: Laura Backes und Margherita Bettoni

Verlag: DVA

Erscheinungsdatum: 01.03.2021

Seiten: 208

Noch mehr Infos zum Buch oder zu den Autorinnen und eine Leseprobe findet ihr hier auf der Verlagsseite.


Luna.

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